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Ohne Gebäude keine Bildung

Beim Parteitag der D66 (Democraten 66) am 28. Februar dieses Jahres leistete Yaike Dunselman im Workshop „Ohne Gebäude keine Bildung“ einen Beitrag dazu, wie innerhalb der bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen ein positiver Impuls für den Schulbau gesetzt werden kann.

Yaike knüpfte an die Ambition von D66 an: „Es geht doch!“ Ambition ist wichtig, kann jedoch nicht losgelöst von der inhaltlichen Aufgabe betrachtet werden, vor der wir stehen – es geht ebenso um das „Wie“. Wir allarbeiten an wesentlichen Themen: Nachhaltigkeit, Zirkularität, Modularität, biobasierte Materialien, Gesundheit, BENG, ENG und weitere. All dies sind Aspekte, die sich in unterschiedlichem Maße realisieren und abhaken lassen. Was sich jedoch nicht abhaken lässt, ist Qualität – sie muss gestaltet werden.

Gestaltung bedeutet, eine Architektur zu entwickeln, die Orientierung gibt, die verbindet, die Raum für Entwicklung schafft – mit Sorgfalt und Hingabe. Orientierung, Verbindung und das Schaffen von Erinnerung sind Qualitäten, die uns helfen, uns selbst kennenzulernen und unseren eigenen Weg auf dieser Erde zu finden. Erinnerung – was wären wir ohne sie? Ohne Erinnerung können wir keine Zukunft gestalten.

Doch wie schaffen wir Raum für architektonische Qualität? Yaike formulierte hierzu die Schritte, die bei 9graden architectuur verfolgt werden: die installationstechnische Kompensation eines mittelmäßigen Gebäudes minimieren und zugleich Volumen und Materialeinsatz reduzieren. So entsteht finanzieller Spielraum für Qualität. Wenn wir wissen, dass in einem konventionell errichteten Gebäude etwa 30–35 % des Budgets in die Gebäudetechnik fließen – und dass für deren Integration zusätzlich Raum geschaffen werden muss –, wird deutlich, welches Potenzial hier liegt.

Anhand des Neubaus der Zeister Vrije School zeigte Yaike, wie ein zukunftsfähiges Gebäude realisiert werden kann: ein kompakter, installationsarmer Schulbau in reiner Holzbauweise, hochwertig gedämmt mit biobasierten Dämmstoffen, gesund und im Einklang mit Mensch und Natur.

Gemeinsam mit Lobke Vlaming, Paul Dirkse, Thierry van Vugt und Ilana Rooderkerk schloss sich eine Diskussion darüber an, wie es gelingen kann. Dank gilt Donja Hoevers und Joan Nunnely für die Moderation.

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